In Verbrauchsschmieranlagen wird stets frischer Schmierstoff (Öl, Fließfett oder Fett) in bestimmten Abständen (zeit- oder maschinen-taktabhängig) den Reibstellen während der Schmiertaktzeit (Kontaktzeit, Pumpenlaufzeit) zugeführt. Die zugeführte Schmierstoffmenge wird so bemessen, dass die Reibstellen während der Pausenzeit zum Aufbau eines ausreichenden Schmierfilms mit Schmierstoff versorgt sind.Der Schmierstoff wird im Laufe der Zeit in der Reibstelle durch Alterung, Verdunstung, Ausblutung und Leckagen teilweise auf-gebraucht (total loss lubrication).
Eine Wärmeabfuhr ist mit diesem Schmier-verfahren nicht möglich.In der Literatur und in Katalogen sind weitere Ausdrücke für Verbrauchsschmieran lagen üblich, z.B.
• Verlustschmierung (total loss systems)
• Durchlaufschmierung (in der DIN ISO 5170 [total loss lubrication])
• Frischölschmierung (fresh oil lubrication)Zentralschmieraggregate sind hand-, mecha-nisch, elektrisch-, hydraulisch oder pneuma-tisch betätigte Kolbenpumpen oder intermit-tierend angetriebene Zahnradpumpen.Die Dosierung des Schmierstoffes erfolgt durch im Rohrleitungsnetz montierte Kolben-verteiler. Mittels austauschbarer Dosier-nippel an den Verteilern ist es möglich, jeder Schmierstelle pro Hub bzw. Arbeitsspiel der Pumpe die erforderliche Schmierstoffmenge zuzuführen.
Der Dosierbereich reicht von 0,01 bis 1,5 cm3je Schmierimpuls und Schmierstelle. Auch mit der Anzahl der Schmierimpulse lässt sich die den Schmierstellen zuzuführende Schmierstoffmenge beeinflussen.Bei Verbrauchsschmieranlagen ist ein Öl-Rücklauf von der Schmierstelle zum Öl-Vorratsbehälter nicht erforderlich.
Die Einleitungs-Verbrauchsschmieranlage hat stets den gleichen Grundaufbau:
–Pumpe, Kolbenverteiler,
–Hauptrohrleitung (Verbindung: Pumpe – Verteiler),
–Schmierstellenleitung (Verbindung: Verteiler – Schmierstelle).
Bei automatisch betriebenen Anlagen kommen Steuer- und Überwachungsgeräte, Druckschalter, Schwimmerschalter, Signallampen hinzu.